Blue Boyz und Girlz FV Biebrich 02
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Biebrich 02: Das unfassbare Jubiläum von Horst Klee
08.04.2021 - 00:04 von udo

Horst Klee blickt beim FV Biebrich 02 auf 50 Jahre als Vorsitzender mit Weggefährten wie dem späteren Weltmeister Jürgen Grabowski zurück - und gibt einige Anekdoten zum Besten.

Stephan Neumann: Sportredakteur Wiesbaden

WIESBADEN - Auf dem Esstisch im Zuhause von Horst Klee mit Blick auf den Rhein fallen gleich die Miniatur-Fußballschuhe auf. Klassisch in Schwarz mit weißen Streifen. Es ist ein ganz besonderes Andenken. Der 81-Jährige hebt das winzige Paar an, zeigt auf die Unterschriften auf den Sohlen und erläutert mit strahlendem Blick: "Ein Geschenk von Jürgen Grabowski von der Weltmeisterschaft 1966 in England mit den Unterschriften der deutschen Spieler." Fast 55 Jahre ist das her, als im Finale das legendäre "Wembley-Tor" von Geoff Hurst zum 3:2 den Weg zum 4:2-Finalsieg der Engländer über die vom Wahl-Wiesbadener Helmut Schön trainierte deutsche Elf um Uwe Seeler und Franz Beckenbauer einläutete. Grabowski war bei seiner ersten WM nur dabei, aber nicht im Einsatz. Seine grandiose Laufbahn erfuhr 1974 mit dem Weltmeistertitel im eigenen Land ihren Höhepunkt.

Klee und "Grabi" - die kleinen Schuhe stehen als Symbol für prägende gemeinsame Zeiten, gemeinsame Aufbrüche und Bestmarken. Das begann 1960, als Grabowski bereits vom SV Biebrich 19 zum FV Biebrich 02 gewechselt und Klee, inspiriert durch viele Sportplatzbesuche mit seinem Vater Albert, gerade bei den 02ern als Betreuer der B 2-Jugend eingestiegen war. "Grabi" wurde ab 1965 auf der großen Fußball-Bühne bei Eintracht Frankfurt zum Dauerbrenner und Idol, Klee ist seit seinem Amtsantritt 1971 zu einem Dauerbrenner der ganz anderen Art geworden. Auf den Tag genau führt er an diesem Mittwoch seit 50 Jahren den Vorsitz bei den 02ern - ein Jubiläum, das unweigerlich ein Wort einfordert: Respekt.

Auf die Frage, wie oft er in all den Dekaden ans Hinwerfen gedacht habe, antwortet Klee mit jener Entschiedenheit, die ihn offenbar seit jeher auszeichnet: "Niemals ernsthaft. Weder aus sportlichen Gründen noch aufgrund von finanziellen Problemen. 'Nach mir die Sintflut', das kam für mich nicht infrage." Was er auch auf seine nicht minder treuen Mitstreiter zurückführt. Die verstorbenen Werner Kuhn und Horst Seilberger zählten dazu, bis heute Dieter Zorn, Hartmut Steindorf (seit 1976 Jugendleiter) sowie Klaus Tobies - und viele andere, die sich mit Herzblut einbrachten oder noch immer einbringen.

Mit Klee quasi als Kapitän. Ein offenbar geborener Anführer, der sich jedoch nie als Alleinherrscher oder Selbstdarsteller in Szene setzte - eher schon bekannt durch gelegentliche Temperamentsausbrüche bei den Spielen der ersten Mannschaft. Ein Steuermann, der den Kurs vorgibt, ihn aber mit seiner Vorstandsmannschaft abstimmt. Einer, der kein Manuskript braucht, um Klartext zu reden. Unzählige Sponsoren und Unterstützer hat Klee - auch in Verbindung mit seinem politischen Engagement - mit der ihm eigenen Überzeugungskraft für ein nachhaltiges Engagement bei den 02ern gewinnen können. Verbindungen und Kontakte, die er stets intensiv gepflegt hat. Mit der Maxime: keine Abhängigkeit von einem einzigen Geldgeber und keine roten Zahlen schreiben. Wo er doch die 02er nach ruhmreichen Zeiten in den 1950ern und 1960ern im Jahr 1971 als A-Ligist übernommen hatte - klamm und noch ohne Vereinsheim. "Die ehrenamtliche Arbeit beim Fußball hat mir im ständigen Zusammensein mit jungen Leuten und unterschiedlichen Charakteren sehr viel gegeben", betont er besonders mit Blick auf die seit Jahrzehnten mit Teams aller Altersklassen gespickte Nachwuchsabteilung, die einen Schmelztiegel der Nationalitäten repräsentiert.

HORST KLEE ÖFFNET DAS NÄHKÄSTCHEN UND GIBT EINIGE ANEKDOTEN ZUM BESTEN

Eine überraschende Wahl, ein besonderer Besuch beim ehemaligen Eintracht-Präsidenten Rudi Gramlich und ein Treffen an der Autobahnraststätte, um ein denkwürdiges Spiel zu organisieren: Highlights und Anekdoten gibt es aus 50 Jahren viele. Horst Klee über...

...seine Wahl zum Vorsitzenden: "Im März 1971 wurde Paul Haas zunächst als Vorsitzender wiedergewählt. Um danach zu verkünden, dass er mit Heinz Billo vom SV Wiesbaden und Wolfhorst Wehr von der Germania Gespräche zur Bildung einer Sportgemeinschaft geführt hatte. Darüber waren unsere Mitglieder gar nicht begeistert. Noch am Tag seiner Wahl trat er um 23 Uhr zurück und als Stellvertreter wurde mir angetragen: 'Du musst das jetzt machen'. Trotz meiner Beanspruchung als damaliger Geschäftsführer der Gartenbauzentrale stellte ich mich am 7. April zur Wahl."

...Jürgen Grabowskis ersten Profivertrag: "Mit ihm und seinem Vater Anton sind wir zu Eintracht-Präsident Rudi Gramlich. Er wohnte in einer Villa mit Bar. Alles in Leder, wir waren total geplättet und wussten nicht, ob wir uns hinsetzen durften." Ein Treffen, das zum Wegbereiter von Grabowskis Profivertrag wurde: dotiert mit monatlich 1000 Mark.

...das Gastspiel der Uwe-Seeler-Traditionself am 16. Mai 1984: "Über Jürgen Grabowski kamen wir an Werner Treimetten, den Manager der Traditionself, heran. Unser damaliger Geschäftsführer Bernhard Fuidl hatte großen Anteil, dass alles zustande kam. Es gab ein Treffen auf der Autobahnraststätte Medenbach. 30 000 Mark Gage plus Verköstigung standen im Raum. Unter der Bedingung, dass alle Asse dabei sind, stand für uns fest: 'Das ist ein Renner, wir müssen zupacken'. Es kamen schließlich 7500 zahlende Besucher, plus 500 bis 800 Kinder. Mit über 100 Ehrenamtlichen übernahmen wir die Bewirtung. Nach Abzug der 30 000 blieben für uns über 50 000 Mark übrig. Davon haben wir zwei, drei Jahre gelebt - und waren damals in aller Munde. Einfach einmalig." 9:3 gewannen seinerzeit vor TV-Kameras die Oldies um Uwe Seeler, Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Günter Netzer und Wolfgang Overath. Für die 02er waren Jürgen Migge (Tor), Michael Krämer, Werner Tobies, Wolfgang Schardt, Thomas Gröner, Michael Gabel, Horst Kalb, Kurt Glantschnig, Pico Schütz, Gert Kramp, Wolfgang Kopp, Ulrich Just, Holger Gladitz, Bernd Deider, "Zico" Hofmann, Thomas Schöttke, "Hacki" Wawrok, Michael Lauf und Peter Engelhardt dabei.

...die Zukunft des (Amateur-) Fußballs: "Ich bin immer Optimist gewesen und bleibe es auch für die Zeit nach Corona. Der Fußball wird seine Faszination für Kinder und Jugendliche behalten. Die moderaten Vereinsbeiträge spielen sicher auch eine Rolle. Viele Nachwuchsspieler kommen aus Familien, die nicht zu den besser Verdienenden zählen. Als am 9. März die Plätze für die bis zu 14-Jährigen geöffnet wurden, war die Trainingsbeteiligung bei uns so, als wären die Anlagen nie geschlossen gewesen. Keiner hat uns verlassen. Aber man muss abwarten, ob die Kompetenz der Funktionäre erhalten bleibt und sie sich weiter in ihrer Freizeit mit hohem Aufwand für die Vereine einbringen wollen. Für uns stellt sich bei Biebrich 02 die Herkulesaufgabe, Interessenten zu finden, die die Arbeit der Langgedienten fortsetzen. Dabei müssen wir auf die Elternschaft und auf Spieler aus dem Aktivenlager schauen. Da denke ich an verdiente Spieler wie etwa Orkun Zer, wenn er einmal aufhört und womöglich den Trainerschein machen oder sich vielleicht in anderer Funktion engagieren möchte."

Doch jetzt naht der Abschied des Vorsitzenden. Es sei "höchste Zeit", er wolle nicht der "ewige Klee" werden, bekennt er. Noch vor der Sommerpause werde es definitiv eine Jahreshauptversammlung geben, in deren Rahmen er den Stab an seinen bisherigen Stellvertreter Heinz-Jürgen Hauzel übergeben wolle. Eine Wachablösung, die bereits für den Mai 2020 vorgesehen war, bevor die Pandemie alles veränderte. "Corona hat letztlich für mein 50. Jahr als Vorsitzender gesorgt", sagt Klee und versichert: "Ich werde dem Verein verbunden bleiben. Wenn ich gebraucht werde, stehe ich zur Verfügung. Aber nicht mehr im operativen Geschäft."

Doch sein Blick wird auch in Zukunft nicht nur auf dem Fußball ruhen. Die Begegnungen mit dem Dalai Lama in Wiesbaden - auch bei dessen Auftritt im Hessischen Landtag - haben ihn geprägt. "Das Schicksal dieses Volks, das nur Frieden will, liegt mir am Herzen", sagt Klee mit Blick auf Tibet, wo am 10. März 1959 der Aufstand gegen die chinesische Besatzung begann und blutig niedergeschlagen wurde.


Quelle: WK, 07. 04. 2021
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Around Wiesbaden » »Alles junge Wilde, die den Erfolg wollen«
Around Wiesbaden

»Alles junge Wilde, die den Erfolg wollen«
31.07.2020 - 10:42 von udo

Unterbau von Biebrich 02 wieder Kreisoberligist – damit steigen Chancen, Talente in die Erste zu hieven

Wiesbaden. Zurück in der Wiesbadener Fußball-Kreisoberliga: Der Verbandsliga Unterbau des FV Biebrich 02 ist wieder eine Stufe näher an die Spielebene der eigenen Ersten gerückt. Ein wichtiger Schritt, um Talente der eigenen Schmiede eher halten zu können und sie auch über die Zweite als Sprungbrett an höhere Aufgaben heranzuführen. Als A-Liga-Zweiter gelang der Sprung nach oben, weil die Relegationsplatz-Inhaber aufsteigen durften.

„Wir sind sehr gut aus den Startlöchern gekommen“

Klaus Tobies, Sportlicher Leiter der Biebricher „Zweiten“, hatte schon früh ein gutes Gefühl: „Wir sind ja sehr gut aus den Startlöchern gekommen, haben sieben Mal am Stück gewonnen und dabei sogar beim Mitkonkurrenten Hellas II fünf Minuten vor dem Ende der Partie einen 1:2-Rückstand noch auf 4:2 für uns gedreht. In dem Moment habe ich mir gedacht, da könnte etwas gehen.“ Ein weiteres Schlüsselspiel war der 5:0-Auswärtserfolg bei Meister FC Maroc, wo die von Orkan Yurtseven trainierten 02er ohne Unterstützung von Spielern aus der ersten Mannschaft eine taktische Meisterleistung boten und dem Gastgeber die erste Saisonniederlage beibrachten. Nach zwei A-Liga-Spielzeiten war die Rückkehr mit dem im Gros aus Eigengewächsen bestehenden Team perfekt.

30-Tore-Mann im Fokus von Nazir Saridogan: „Wir setzen prinzipiell auf unsere jungen Spieler“, sagt Klaus Tobies und stellt exemplarisch fest: „Erdem Suermeli, mit 30 Treffern unser Torjäger und der Verteidiger Josef Aksoez haben bereits bei der ersten Mannschaft mittrainiert. Das heißt, wenn junge Spieler aus der A-Jugend das nötige Potential nachweisen, können sie durchaus in das Verbandsligateam kommen.“ Auch die beiden jetzigen Neuzugänge aus der A-Jugend, Benjamin Ghatas und Julien Ayaoui Atanlay, spielen erst einmal in der Kreisoberliga, stehen aber unter Beobachtung von Nazir Saridogan, Coach der Verbandsliga-Mannschaft. Orkan Yurtseven, Trainer des Unterbaus, kann auf jeden Fall erneut auf einen starken Kader bauen: „Als Team sind wir eine Einheit. Das betrifft die Spieler, die Trainer und Betreuer. Die Jungs verstehen sich sehr gut, das sind alles junge Wilde, die den Erfolg wollen.“

„Potenzial des Teams ist noch nicht ausgeschöpft“: Hinter den Kulissen gibt es mit Betreuer Michael Lehmann einen Mann für alle Fälle. Auch Ali Gür, Verbindungsmann zwischen A-Junioren und zweiter Mannschaft, leistet im Hintergrund wertvolle Dienste. Der Aufstiegskader bleibt auch in der Saison 2020/2021 überwiegend zusammen. Für Klaus Tobies erscheint einiges möglich: „Zunächst ist der Klassenerhalt das Ziel, wir wollen uns in der Kreisoberliga etablieren. Das Potenzial der Mannschaft ist aber nicht ausgeschöpft. Wenn wir einen Lauf bekommen, weiß keiner, wo es vielleicht noch hingehen kann.“

Der Aufstiegskader: Daniel Aturcanitei (32 Jahre/21 Einsätze/0 Tore), Josef Aksoez (19/19/3), Shadi Alyounes (22/8/0), Mahir Amjahid (21/15/2), Moussa Azzaoui (39/13/1), Burak Dere (20/19/0), Christian Haddo (20/1/0), Alexander Kraus (20/6/0), Stefan Reuter (21/13/3), Florian Stein (21/5/0), Nemanja Bado (21/1/0), Christian Bissinger (29/1/0), Mike Bontzol (24/8/1), Oguzhan Calak (20/18/7), Miguel Cruz Dos Santos (20/19/13), Hueseyin Demirkaya (20/22/3), Nazim Everek (20/11/1), Marius Fischer (21/21/7), Tahir Gedik (27/14/9), Alim Göcek (20/1/1), Maximilian Groneberg (21/1/0), Necmi Gür (24/1/1), Otman Jaatit (19/3/2), Michael Parker (19/2/0), Kubilay Temel (19/16/0), Mustapha Fathulla (19/19/3), Tahir Iscan (20/5/3), Erdem Suermeli (19/21/30).


Quelle: https://www.fupa.net/berichte/fv-biebrich-alles-junge-wilde-die-den-erfolg-wollen-2672491.html
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Around Wiesbaden » Keine Angst vor finanziellem Kollaps
Around Wiesbaden

Keine Angst vor finanziellem Kollaps
06.05.2020 - 11:20 von udo

Warum die Fußball-Verbandsligisten Biebrich 02 und Spvgg. Eltville derzeit nicht um ihre Stabilität bangen müssen

Wiesbaden. Es ist auch eine Facette des Stillstands in den Spielklassen der Amateur- und Jugendfußballer. „Wir sparen im Moment einiges an Aufwand ein“, sagt Malte Christ, Sportlicher Leiter des FV Biebrich 02, der neben der Verbandsliga-Mannschaft und dem A-Liga-Unterbau ein Alt-Herren-Team und stattliche 22 Nachwuchsmannschaften unter seinem Dach vereint. Doch die derzeit gesparten Ausgaben sind kein Trostpflaster. Christ sehnt – wie alle 02er – das Ende der erzwungenen Auszeit herbei und trägt gleichzeitig der Realität Rechnung. Bis zum Sommer werde der Spielbetrieb wohl auf jeden Fall noch ruhen, glaubt er.

Obwohl die Dyckerhoff-Anlage vom täglich pulsierenden Sport- und Begegnungsfixpunkt zum Geisterort geworden ist, sind die Biebricher guter Dinge, die Krise zu überstehen, als Gemeinschaft wie auch in finanzieller Hinsicht. „Wir pflegen einen guten Kontakt zu unseren beiden zuverlässigen Hauptsponsoren, auf die wir zählen können. Aber es kann passieren, dass uns kleinere Sponsoren wegbrechen werden“, erläutert Christ. Um die Zukunft der ersten Mannschaft, die in Hessens zweithöchster Klasse das Aushängeschild des Vereins ist und deren Spieler keine festen Aufwandsentschädigungen erhalten, ist ihm nicht bange. Bereits vor der Corona-Krise und vor der Einigung mit Chefcoach Nazir Saridogan und Co-Trainer Savas Saridogan für die Spielzeit 2020/21 – wann immer sie beginnen kann – habe man mit den Spielern gesprochen. Die Stammkräfte Orkun Zer, Sebastian Gurok, Moritz Christ, Steve Wagner, Christian Kunert stünden stellvertretend für die Garde derer, die Bereitschaft zum Verbleib bei den „Blauen“ signalisiert hätten. „Wir sind relativ weit mit der Kaderplanung, wollen uns letztlich von Keinem trennen und haben ein Auge auf eventuelle Zugänge. Doch wir müssen abwarten, weil keiner weiß, wie und wann es weitergeht“, schildert Malte Christ, der in seinem Dentallabor momentan nicht über einen Mangel an Aufträgen klagen kann.

Davon abgesehen hofft er auf baldige Entscheidungen, ob die Anfang März unterbrochene Saison 2019/20 noch zu Ende gebracht werden soll oder der Abbruch unumgänglich sein wird: „Egal, in welche Richtung entschieden wird. Die Vereine müssen wissen, woran sie sind. Das darf sich nicht noch ein, zwei Monate hinziehen.“

So oder so – Christ ist sicher, dass mit dem Neustart in puncto Spieler-Salär ein genereller Wandel im Amateurfußball erfolgen wird: „Die Spieler werden sich daran gewöhnen müssen, dass es weniger oder gar nichts mehr gibt. Oder allenfalls noch auf leistungsbezogener Ebene. Das wird definitiv kommen. Vielleicht hat das auch den Effekt, dass die Zeit der Preistreiberei ein Ende hat.“

Nach zwei Aufstiegen in Folge zog die Corona-Krise bei den Senkrechtstartern der Spvgg. Eltville Anfang März den Stecker. Nichts regt sich seitdem mehr im Emil-März-Stadion am Wiesweg, wo sich sonst neben der in die Verbandsliga durchgestarteten ersten Mannschaft die in die Kreisoberliga aufgestiegene zweite Garnitur und 13 Jugendteams tummeln.

Ein Ort, der für Vereinschef Thorsten Lang ansonsten zum zweiten Zuhause geworden ist. Denn der Vorsitzende ist keiner, der vom Schreibtisch dirigiert, sondern als Coach der Gruppenliga-C-Junioren und der E1 selbst mittendrin im Geschehen mitmischt. „Wir haben keine Fußballcamps, kein Pfingstturnier sowie keine Zuschauer- und Vereinsheim-Einnahmen, müssen aber weiter unseren Verpflichtungen nachkommen. Die kurzfristig entstanden Löcher haben wir mit Spenden stopfen können und den Großteil der in unserem Einflussbereich entstandenen Kosten hat unser Kassierer Gerhard Schöppler auf ein Minimum gesenkt. Derzeit kann ich sagen: Wir werden irgendwie durchkommen", umreißt Lang die Lage aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

„Alle Spieler verzichten während der Pause auf alle Zuwendungen“

Zumal Thorsten Becht als Coach des Verbandsliga-Teams in Verbindung mit dem für die Kreisoberliga-Formation zuständigen Sven Klärner (beide hatten vor Corona bereits für 2020/21 verlängert) und dem Mannschaftsrat in schweren Zeiten ihre Verbundenheit zum Verein untermauerten, streicht Steuermann Lang heraus: „Alle Spieler sind kein bisschen auf sich selbst bezogen und verzichten während der Pause auf alle Zuwendungen. Da bekomme ich teilweise Gänsehaut, wie stark das ist. Das macht mich stolz, diesen Laden anzuführen."

Den Laden am Leben erhalten, das bleibt die Devise. Dabei spielen die Vereinsbeiträge der rund 400 Mitglieder, die knapp ein Drittel der Einnahmen ausmachen, als einzig verbliebene Einnahmequelle eine gewichtige Rolle. Zum 1. Januar hatten die Eltviller die Beiträge, nach vorheriger intensiver Diskussion und anschließendem klarem Mehrheitsbeschluss auf bis zu 20 Euro im Monat angehoben, um in der Jugend durchgängig qualifizierte Trainer zur Verfügung stellen zu können.

18 Mitglieder hätten sich daraufhin Ende 2019 abgemeldet, bekennt Lang. Dagegen standen aber 34 Eintritte. Es werde aber nicht daran gedacht, die Erhöhung angesichts der Corona-Pause zurückzunehmen. „Neben all den Effekten, die das gegebenenfalls auf die Gemeinnützigkeit hätte, sind das Mittel, die wir einfach auch brauchen. Nichtsdestotrotz werden auch wir die vom Land Hessen zugesagten Hilfen und weitere in Aussicht gestellte Spenden in Anspruch nehmen müssen", bekräftigt Lang.

Aus seiner Sicht macht eine Fortsetzung der Saison 2019/20 kaum Sinn: „Ich würde den Verantwortlichen gerne zurufen: Spielt nicht zu Ende, macht einen klaren Schnitt. Den aktuellen Ersten aufsteigen lassen und auf Absteiger verzichten, bis auf diejenigen, die aus eigenen Antrieb eins runter wollen, das wäre Langs Ansatz für den Fall eines vorzeitigen Saisonendes. Nicht nachvollziehen kann Lang als ehemaliger Unternehmer, dass die Bundesliga-Profis zwar Gehaltskürzungen von zehn bis 20 Prozent in Kauf nehmen, aber nicht bereit waren oder sind, in Kurzarbeit zu gehen. „Was wäre das für ein Zeichen der Hochbezahlten, wenn sie das über einen begrenzten Zeitraum mit dem Höchstsatz von 4623 Euro monatlich akzeptieren würden."


Quelle: https://www.fupa.net/berichte/spvgg-eltville-keine-angst-vor-finanziellem-kollaps-2650478.html
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Around Wiesbaden » "Ich bin bisher nie in Versuchung geraten"
Around Wiesbaden

"Ich bin bisher nie in Versuchung geraten"
30.04.2020 - 10:14 von

Nachspielzeit mit Orkun Zer +++ Der Biebricher Top-Stürmer über Angebote anderer Klubs und das besondere Verhältnis zu seinem Verein
Biebrich.

In unserer Interview-Rubrik "Nachspielzeit" befragen wir wöchentlich in lockerem Rahmen interessante Spieler, Trainer oder Persönlichkeiten der Region über ihren Verein und ihre persönlichen Ziele. Heute zu Gast: Orkun Zer. Das Biebricher Urgestein spielt bereits seit zehn Jahren beim FV und spricht mit uns über die erstaunliche Kontinuität beim Verbandsligisten. Außerdem gewährt uns der 30-Jährige Stürmer einen kleinen Einblick in sein aktuelles Leben in der Pandemie.

FuPa: Orkun, aktuell ist noch nicht absehbar, wann die Saison weiter gehen wird. Wie vertreibst du dir momentan die Zeit?

Orkun Zer: Berufstechnisch hat sich für mich nicht allzu viel geändert, da ich schon zuvor länger im Homeoffice aktiv bin. Außerdem hält mich mein einjähriger Sohn auf Trab. Dadurch herrscht bei mir zu Hause zum Glück keine Langeweile. Fußballerisch sieht die Sache natürlich etwas anders aus. Unser Trainer bemüht sich aber sehr um uns und macht wöchentlich Trainingspläne. So bleiben wir trotz der Spielpause fit.

In wenigen Monaten feierst du dein zehnjähriges Jubiläum in Biebrich. Sind schon Feierlichkeiten geplant?

Ich denke, auf der Mitgliederversammlung hätte es eine kleine Ehrung gegeben. Wegen der Corona-Situation ist diese aber auf unbestimmte Zeit verschoben. Mal schauen, ob wir das irgendwann nachholen können. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, schon so lange beim FV am Ball zu sein.

In dieser Saison steht ihr in der Verbandsliga etwas schlechter da als noch in den Jahren zuvor. Was sind die Gründe für den aktuell eher mäßigen zehnten Platz?

Wir hatten schon vor der Saison erwartet, dass diese Spielzeit nicht immer glatt laufen wird. Wir haben im Sommer ein halbes Dutzend Leistungsträger abgegeben. Trainer Nazir Saridogan wollte unsere Mannschaft verjüngen und ein paar Experimente wagen. Somit war klar, dass wir diese Saison wahrscheinlich nicht ganz oben zu finden sein werden. Unsere junge Mannschaft hat sehr viel Qualität, die sie aber nicht immer komplett abrufen kann. Das kann man von den Jungs auch noch nicht erwarten. Insgesamt bin ich mit unserem Abschneiden zufrieden.

Der FV spielt nun schon seit fast 20 Jahren in der Verbandsliga, euer Coach Nazir Saridogan sitzt seit 2013 auf der Trainerbank. Könnte man euch als das Sinnbild für Kontinuität bezeichnen?

Bei uns wird schon seit vielen Jahren hochseriös und grundsolide gearbeitet. Wir sind kein riesig großer Verein mit massig Zuschauern. Wir hatten nie einen Großsponsor, der mit dem Verein hoch hinaus wollte, sondern haben seit Jahren begrenzte finanzielle Mittel, aus denen der Vorstand sehr viel macht. Diese realistische und konservative Herangehensweise sorgt für Ruhe und macht solche langen Perioden in sicherem Fahrwasser möglich.

Auch du gehst diesen Weg schon eine lange Zeit mit und bist mittlerweile eine echte Identifikationsfigur. Wie wichtig ist es dir, mit den Gegebenheiten vertraut zu sein und als Kapitän eine Führungsrolle inne zu haben?

Es ist natürlich ein tolles Gefühl, im Verein gewertschätzt zu werden. Ich fühle mich hier pudelwohl, kenne gefühlt jedes Vereinsmitglied. Über die Jahre sind viele enge Freundschaften entstanden, die mir den Alltag mit Freude füllen. Auch nach zehn Jahren bin ich immer noch unglaublich gerne hier.

Die Kontinuität, die den FV Biebrich auszeichnet, verkörperst du auch auf dem Platz. Du bist seit Jahren einer der zuverlässigsten Torjäger der Region und hast auch diese Saison schon wieder 19 Treffer erzielt. Wie zufrieden bist du mit deinen jüngsten Leistungen?

Als Stürmer bist du nie völlig zufrieden, weil der eigene Anspruch natürlich immer ist, jede Chance zu nutzen. Auch diese Saison hätten es gerne noch ein paar Buden mehr sein dürfen. Aber mit ein bisschen Abstand kann ich, so denke ich, auch dieses Jahr wieder mit Stolz auf meine Leistungen zurückblicken.

Wenn man wie du schon hunderte Tore in der Verbandsliga gemacht hat, stellt sich trotz deiner Verbundenheit zu Biebrich die Frage, ob du nochmal eine andere, höherklassige Herausforderung annehmen willst. Gab es schonmal die Versuchung, den Sprung zu einem anderen Klub zu wagen?

Über die Jahre bleiben Anfragen natürlich nicht aus. Da waren schon einige Angebote dabei, die auch finanziell extrem reizvoll waren. Am Ende ist aber Geld und sportlicher Erfolg nicht alles. Ich bin glücklich in Biebrich und habe einen tollen Beruf, durch den ich fußballerisch nicht allzu sehr nach dem Finanziellen schauen muss. Mehr als lose Gespräche hat es somit eigentlich nie gegeben. Der FV bleibt auch in Zukunft mein Verein.


Quelle: https://www.fupa.net/berichte/fv-biebrich-ich-bin-bisher-nie-in-versuchung-geraten-2648613.html
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Around Wiesbaden » Biebrich 02 trauert um Klaus-Dieter Herrmann
Around Wiesbaden

Biebrich 02 trauert um Klaus-Dieter Herrmann
27.11.2018 - 11:04 von udo

Er gehörte zu den Biebricher Legenden. Nun ist Klaus-Dieter Herrmann im Alter von 73 Jahren gestorben.
Klaus-Dieter Herrmann starb 73-jährig.

WIESBADEN - (hz). Klaus-Dieter Herrmann gehörte zu den Biebricher Legenden. 1963/64 war er mit gerade 18 Jahren der Jüngste im jüngsten Team der Hessenliga. Und er zählte mit Jürgen Grabowski, Hansi Vogt, Gerd Klier, Rainer Köhler und Franz Hassler zum Junior-Sturm, der am Ende mit 96 Treffern der torgefährlichste im 19er-Feld der Liga war. Die Blauen landeten hinter Darmstadt 98 und dem SVW punktgleich mit Viktoria/Preußen Frankfurt auf Platz vier.

Von einem kurzen Abstecher am Ende seiner aktiven Laufbahn in die Nachbarschaft abgesehen, ist Herrmann den 02ern immer treu geblieben. Als er die Schuhe an den Nagel hängte, bildete er zusammen mit dem 2014 gestorbenen Werner Kuhn über lange Zeit das erfolgreiche Gespann an der Spitze des Spielausschusses. 58 Jahre war er Mitglied des Biebricher Fußballvereins und bis zuletzt ein Stammgast bei den Spielen auf dem Dyckerhoff-Sportfeld. Am Sonntag starb Herrmann im Alter von 73 Jahren.


Quelle: https://www.wiesbadener-kurier.de/sport/fussball/wiesbaden/biebrich-02-trauert-um-klaus-dieter-herrmann_19261604?fbclid=IwAR0dj0Posj3qQ5rZ01Ez5nFEs5GJQ07-Kj27OdENLBGHKTQfphto7mlb4K0#cxrecs_s
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Around Wiesbaden » "Unter die ersten Drei kommen"
Around Wiesbaden

"Unter die ersten Drei kommen"
29.08.2018 - 21:49 von udo

"Nachspielzeit" mit David Schug +++ Kapitän von Biebrich 02 fehlt im Kracher gegen Fernwald +++ "Mein Ziel ist es, die beste Defensive der Liga zu stellen"

Wiesbaden. In unserer Interview-Rubrik "Nachspielzeit" befragen wir wöchentlich in lockerem Rahmen interessante Spieler, Trainer oder Persönlichkeiten der Region über ihren Verein und ihre persönlichen Ziele. Heute zu Gast: David Schug. Der 27-Jährige spielt seit der Saison 2016/2017 beim FV Biebrich 02. Vorher war für den SV Wehen, den SV Wiesbaden und Rot-Weiß Hadamar aktiv.

FuPa: Hallo David, Ihr seid mit 13 Punkten aus fünf Spielen sehr gut in die Saison gestartet. Wie zufrieden bist du als Kapitän mit dem Auftakt?

David Schug: Mit dem Saisonstart bin ich sehr zufrieden. Wenn man bedenkt, dass wir in den letzten zwei Jahren den Start komplett verschlafen haben, läuft es jetzt super. Alle sind fit, keine Verletzte und die Stimmung ist gut. Im letzten Jahr waren es zu Beginn zu viele Remis. Bisher konnten wir in jedem Spiel, bis auf Dorndorf, dreifach punkten. Auch dort hätten wir gewinnen können, dann wären wir jetzt mit Fernwald gleichauf.

Ihr konntet in den zwei Jahren, seitdem du bei den 02ern aktiv bist, noch keine entscheidenden Akzente Richtung Aufstieg setzen. Ist nach dem dritten und fünften Platz dieses Jahr der Aufstieg in die Hessenliga drin?

Für den Verein ist das nur bedingt ein Thema. Es wird gut gewirtschaftet und man hat denke ich nicht die Ambition, zwingend in die Hessenliga aufsteigen zu müssen. Für uns als Mannschaft ist es dieses Jahr natürlich das klare Ziel unter die ersten Drei zu kommen. Keine Frage!

Am Samstag geht es im Verbandsliga-Topspiel auswärts nach Fernwald. Was erwartet euch dort und mit welchen Zielen geht ihr in die Partie?

Ziel ist ganz klar, nicht zu verlieren. Der FSV hat eine starke Mannschaft. Mit Rafael Szymanski haben sie einen absoluten Topspieler im Surm, der auch schon elfmal getroffen hat. Außerdem haben sie mit Louis Goncalves (Watzenborn-Steinberg) einen ausgezeichneten Akteur dazu bekommen, mit dem ich auch schon zusammen gespielt habe. Letztes Jahr haben wir in Fernwald 1:5 verloren. Auch wenn ich der Meinung bin, dass sie mit ihrem Team locker in der Hessenliga mithalten würden, glaube ich, dass wir dort durchaus was mitnehmen können.

Du selbst wirst gegen Fernwald fehlen. Nach deiner roten Karte im Hessenpokal gegen Hadamar bist du noch für ein Spiel gesperrt. Wie ist die doch realtiv deutliche Niederlage gegen deinen schlecht gestarteten Ex-Klub zu erklären?

Gegen Hadamar haben wir einfach nicht das wahre Biebrich 02 gezeigt. Schade auch, wenn man sieht das Hadamar jetzt mit Waldsolms einen schlagbaren Gegner zugelost bekommen hat. In den nächsten Runden hätte dann vielleicht ein attraktives Los wie der SV Wehen oder der OFC gewartet. Mit der roten Karte war es dann ein besonders bitterer Abend für mich, auch wenn ich die Karte für überzogen halte. Jetzt können wir uns aber auf die Liga konzentrieren und im Kreispokal wieder so weit kommen, wie möglich.

Du hast mit der U23 des SV Wehen in der Regionalliga und mit dem SV Wiesbaden in der Hessenliga gespielt. Ist es für dich eine Ambition, unabhängig vom FV Biebrich, wieder dorthin zurückzukehren?

Na ja, bei anderen Hessenligavereinen wäre mir der Aufwand schlichtweg zu groß. Ich bin Filialleiter bei einem Sportgerätehersteller und dazu vor kurzer Zeit Vater geworden. In Biebrich bin ich aktuell sehr zufrieden und kann mir vorstellen noch lange zu bleiben. Vielleicht klappt es ja auch mit der Mannschaft aufzusteigen. Wer weiß?

Explizit zu deiner Zeit beim SV Wiesbaden: Trauerst du dem verpassten Regionalligaaufsteig damals nicht hinterher?

Wir hatten damals unter Trainer Djuradj Vasic fünf oder sechsmal die Woche Training. Es wurde viel für den Aufstieg investiert und ein hoher Aufwand betrieben. Aber ich bin der Meinung, dass es einfach nicht funktionieren konnte. Wir waren keine richtige Mannschaft, es gab Grüppchenbildungen im Team und das führte dazu, dass die sportlichen Ziele verpasst wurden. Was jetzt mit dem Verein passiert ist, tut mir natürlich leid. Gerade für die vielen Ehrenamtlichen, die dem Verein auch nach dem Neuanfang treu geblieben sind.

Um wieder ins aktuelle Geschehen zurückzukehren: Wie gut siehst du euren Kader aufgestellt und welche Rolle willst du dort einnehmen?

Wir haben viele junge Spieler dazubekommen. Diese verstärken uns allerdings nicht nur in der Breite sondern auch qualitativ. Außerdem stimmt die Mischung in der Truppe. Menschlich ist das absolut top, jeder hängt sich richtig rein. Dazu trägt auch unser Trainer Nazir Saridogan bei, der sehr ehrgeizig arbeitet und einen tollen Job macht. Ich will als Kapitän in meiner Vorbildsfunktion gerade die jungen Spieler unterstützen. Und als Innenverteidiger ist es natürlich mein Ziel, die beste Defensive der Liga zu stellen (lacht).

Gibt es für dich ein Highlight in deiner Karriere, an das du dich gerne zurück erinnerst?

Mein erstes Tor in der Regionalliga mit der Zweiten Mannschaft des SV Wehen gegen den FC Nürnberg II. Das war schon ein toller Moment. Generell ist mir der Spaß mit den Jungs aber wichtiger als irgendwelche speziellen Highlights in meiner Fußballkarriere.

Vielen Dank für dein Zeit, David!


Quelle: https://www.fupa.net/berichte/fv-biebrich-unter-die-ersten-drei-kommen-2145826.html
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